
Körperarbeit zur Stress- und Traumalösung
Irene Scherz
Wenn unsere Nervensysteme sich darauf vorbereiten, Gefahr zu begegnen, versetzen sie sich in einen hochenergetischen Zustand. Wenn wir diese Energie während der aktiven und effektiven Verteidigung gegen die Bedrohung (oder kurz nach dem bedrohlichen Ereignis) ablassen können, wird das Nervensystem wieder zu einem normalen Funktionsniveau zurückkehren.
Peter A. Levine
Was in unserer gemeinsamen Zeit geschehen kann
In der Körper- und tiefenpsychologisch orientierten Traumatherapie verbinden sich der körperorientierte Ansatz von NARM™ (Neuroaffektives BeziehungsModell) mit einer Sicht auf Spiritualität aus dem Blick von Trauma.
In unserer gemeinsamen Zeit richten wir die Aufmerksamkeit auf das, was sich gerade in dir zeigt – im Denken, im Fühlen und im Körper. Dabei orientieren wir uns nicht an einem festen Ablauf, sondern an deinem inneren Erleben im Moment. Wir arbeiten in deinem Tempo. Und du behältst jederzeit die Kontrolle über den Prozess.
Das bedeutet konkret:
- Wir folgen deinen Impulsen und Grenzen
- Wir gehen nur so weit, wie es sich für dein Nervensystem stimmig anfühlt
- Und wir schaffen immer wieder Momente von Orientierung, Stabilität und Regulation
In der Arbeit mit Bindungs- und Entwicklungstrauma (NARM™) steht im Mittelpunkt, dass dein Nervensystem neue Erfahrungen machen kann – nicht über Überforderung und Druck, sondern über achtsame, verkörperte Schritte.
Ziel ist, dass dich vergangene Erfahrungen nicht länger unbewusst bestimmen – sondern du wieder mehr Sicherheit, Handlungsspielraum und Lebendigkeit in deinem Leben erlebst.
Der Körper erinnert sich
Im Mittelpunkt der körperorientierten Traumatherapie steht die Annahme, dass traumatische Erfahrungen nicht nur als Erinnerung im Kopf gespeichert sind, sondern sich vor allem im Nervensystem und im Körper niederschlagen – etwa in Form von Anspannung, innerer Unruhe, Erstarrung oder wiederkehrenden Beziehungsmustern.
Ein zentrales Anliegen ist es, Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken und innere Überzeugungen ins Bewusstsein und in Kontakt zu bringen.
Dabei wird nicht nur „über“ Erfahrungen gesprochen, sondern es wird immer wieder eingeladen zu bemerken:
- Was zeigt sich gerade im Körper?
- Was passiert im aktuellen Moment?
- Welche inneren Reaktionen werden spürbar?
Durch diese Form der achtsamen Wahrnehmung entsteht nach und nach mehr Selbstregulation, Orientierung und Stabilität aus dir selbst heraus.
Wie arbeitet die Körper- und tiefenpsychologisch orientierte Traumatherapie?
Die Körper- und tiefenpsychologisch orientierte Traumatherapie basiert auf den NARM Prinzipien.
Darüber hinaus richtet sie ihren Blick auf Spiritualität.
In manchen Fällen kann Spiritualität – oft unbewusst – auch dazu genutzt werden, schmerzhafte Gefühle oder innere Konflikte nicht vollständig zu spüren. In diesem Ansatz wird deshalb eingeladen, auch das Schwierige achtsam mit einzubeziehen – nicht im Gegensatz zur Spiritualität, sondern als Teil eines ganzheitlichen Weges, in dem sich Tiefe, Lebendigkeit und Verbundenheit entfalten können
Wenn frühe Beziehungserfahrungen bis heute wirken
Bindungs- und Entwicklungstrauma entsteht meist über längere Zeit in frühen Beziehungen. Die Auswirkungen zeigen sich häufig in der Art, wie wir uns selbst und andere erleben.
In einer NARM-Sitzung wird Veränderung nicht aktiv produziert, sondern:
- Bewusstheit wird vertieft
- Selbstablehnung wird reduziert
- Kontakt zu sich selbst wird gestärkt
Und daraus ergibt sich dann oft ganz natürlich:
👉 mehr Flexibilität
👉 mehr Selbstregulation
👉 andere Handlungsmöglichkeiten
Wenn diese Themen dich ansprechen, kann dir die Arbeit mit NARM™ weiterhelfen:
- Wiederkehrende Beziehungsmuster
Zum Beispiel Nähe suchen und gleichzeitig zurückweichen oder sich in Beziehungen verlieren. - Schwierigkeiten, sich selbst zu spüren oder eigene Bedürfnisse wahrzunehmen
Oft ist unklar, was man eigentlich möchte oder braucht. - Ein Gefühl von innerer Unsicherheit oder „nicht richtig sein“
Ein oft tief verankertes Erleben von Selbstzweifeln oder mangelndem Selbstwert. - Probleme mit Nähe, Vertrauen oder Abgrenzung
Beziehungen können sich entweder zu intensiv, zu distanziert oder schwer regulierbar anfühlen. - Starke emotionale Reaktionen oder innere Rückzugsbewegungen
Gefühle können überwältigend sein - oder kaum spürbar.

Je mehr wir uns erlauben, voll und ganz zu erfahren, wer wir sind, desto größer ist die Möglichkeit einer Veränderung.
Laurence Heller
- Du entwickelst ein tieferes Gefühl von innerer Verbundenheit
Nicht nur zu anderen, sondern auch zu dir selbst. Du spürst klarer, wer du bist und was dir wichtig ist. - Beziehungen werden weniger von alten Mustern bestimmt
Du erkennst, was sich wiederholt – und bekommst mehr Spielraum, dich anders zu erleben und zu verhalten. - Du kannst dich im Kontakt zeigen, ohne dich zu verlieren oder zurückzuziehen
Nähe und Selbstsein werden nicht mehr als Gegensatz erlebt. Es entsteht mehr Sicherheit darin, in Beziehung zu sein und gleichzeitig bei dir zu bleiben.
Lerne mich kennen
Du bist unsicher, welche Methode genau für dich geeignet ist.
Oder du willst mich und meine Arbeitsweise kennenlernen.
Dann lade ich dich zu einem kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch (ca. 30 Minuten) ein.
Wir schauen gemeinsam, was dich gerade bewegt und mit welchem Angebot ich dich unterstützen kann.
Irene Scherz
Traumatherapeutin
online
oder Tremsdorf (Nuthetal / Potsdam)
oder Puntagorda (La Palma)