Zoom-Checkliste für deine optimale Online-Therapiesitzung

Veröffentlicht am 4. Mai 2026 um 18:39

Viele Menschen sind anfangs unsicher, wie sich eine Online-Sitzung anfühlt.

Man sitzt vor dem Bildschirm, sieht sich vielleicht selbst, der Raum ist ein anderer – und irgendwie wirkt es zunächst ungewohnt.

Gleichzeitig kann Online-Therapie sehr nah, präsent und verbindend sein.
Oft braucht es nur ein paar kleine Anpassungen, damit sich der Rahmen stimmig anfühlt.

Hier findest du eine einfache Checkliste, die dir hilft, deine Online-Sitzung so zu gestalten, dass sie sich möglichst natürlich und unterstützend anfühlt.

Eine stabile Internetverbindung

Für eine ruhige und ununterbrochene Sitzung ist eine stabile Internetverbindung wichtig.

Wenn die Verbindung schwankt, kann es zu Verzögerungen, Aussetzern oder Unterbrechungen kommen – und das kann den Kontakt schnell stören oder anstrengend machen.

Wenn möglich:

  • nutze eine stabile WLAN-Verbindung oder ein LAN-Kabel
  • schließe andere Programme oder Geräte, die viel Internet verbrauchen
  • und teste die Verbindung vor der Sitzung kurz

Auch wenn nicht immer alles perfekt sein muss – eine möglichst stabile Verbindung unterstützt den Gesprächsfluss und hilft dabei, im Kontakt zu bleiben.

Selbstansicht ausblenden

Ein Punkt, der oft sofort spürbar etwas verändert:

Blende in Zoom dein eigenes Kamerabild aus.

Wenn wir uns im echten Leben gegenübersitzen, sehen wir uns selbst nicht.
Sobald du dein eigenes Bild ausblendest, wird es oft ruhiger und natürlicher im Kontakt.

Du kannst deine Kamera vorher kurz testen – und dann während der Sitzung die Selbstansicht ausschalten.

Licht – gut sichtbar, ohne zu blenden

Achte darauf, dass dein Gesicht gut zu sehen ist, ohne dass dich das Licht blendet.

Am besten:

  • Licht von vorne oder leicht von der Seite
  • kein starkes Licht direkt hinter dir (sonst wirkst du im Schatten)

So kann dein Gegenüber dich gut wahrnehmen – was für den Kontakt in der Online-Therapie sehr wichtig ist.

Die richtige Position von Laptop und Kamera

Die Position deines Bildschirms hat großen Einfluss darauf, wie sich der Kontakt anfühlt.

Idealerweise:

  • ist der Bildschirm auf Augenhöhe
  • sitzt du in einem angenehmen Abstand (nicht zu nah, nicht zu weit weg)
  • und schaust möglichst geradeaus, statt stark nach oben oder unten

Das unterstützt ein Gefühl von „gegenübersitzen“ – statt „auf einen Bildschirm schauen“.

Auch die Kameraeinstellung spielt eine Rolle:
Am besten bist du so im Bild, dass dein Gesicht klar sichtbar ist und der obere Bereich deines Kopfes (Scheitel) noch leicht im Bild ist.

Ein ungestörter und geschützter Raum

Für eine Online-Sitzung ist es wichtig, dass du dich sicher und ungestört fühlen kannst.

Das kann bedeuten:

  • informiere andere im Haushalt vorab
  • schließ die Tür ab oder hänge ein „Bitte nicht stören“-Schild auf
  • sorge dafür, dass du vertraulich sprechen kannst

Je geschützter dein Raum ist, desto leichter fällt es dir, dich wirklich einzulassen.

Zeit vor und nach der Sitzung

Es ist hilfreich, dir vor und nach der Sitzung bewusst Raum zu lassen.

Wenn möglich:

  • plane etwa 30 Minuten vor der Sitzung ein
  • und auch danach noch etwas Zeit für dich

So kannst du dich innerlich auf die Sitzung einstimmen und danach das, was sich gezeigt hat, in Ruhe nachklingen lassen.

Gerade in der Traumatherapie und körperorientierten Arbeit kann es sein, dass noch Gefühle oder Körperempfindungen präsent sind, die Raum brauchen.

Tonqualität – gut hören und gehört werden

Eine stabile Tonverbindung ist wichtig für den Kontakt.

Wenn möglich, nutze:

  • Kopfhörer oder ein Headset mit Mikrofon

Das hilft dabei:

  • dein Gegenüber klar zu hören
  • und selbst gut verständlich zu sein

Die eingebauten Mikrofone in Laptops reagieren manchmal verzögert oder ungenau – ein Headset kann hier vieles erleichtern.

Kleine Anpassungen – große Wirkung

Viele dieser Punkte wirken auf den ersten Blick klein.

In der Praxis machen sie oft einen großen Unterschied.

Ein klarer Rahmen, gute Sichtbarkeit und ein ungestörter Raum unterstützen dein Nervensystem dabei, sich sicherer zu fühlen – und ermöglichen einen Kontakt, der sich oft sehr nah an eine Sitzung vor Ort anlehnt.

Irene Scherz

Traumatherapeutin

Email: irene@herzens-therapie.de

Telefon: +49 151 128 154 06

Oder nutze das Kontaktfomular

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oder Puntagorda (La Palma)